Der Grand Canyon — das inof­fi­zi­elle Weltwunder

Er ist und bleibt der Größte: Für Ameri­ka­ner ist der Grand Canyon mehr als ein Natur­phä­no­men. Er gilt ihnen als Welt­wun­der und gott­ge­ge­be­ner Beweis für die Größe und Groß­ar­tig­keit Amerikas.

Von Osten kommend ist der Aussichts­punkt am Little Colo­rado das spek­ta­ku­läre “Vorpro­gramm” zum Grand Canyon.
Waag­rechte Flächen, senk­rechte Abbrü­cke: Tief hat sich der Neben­fluss des Colo­rado in das Hoch­pla­teau eingegraben.
Tourists be warned — Hier kreucht und fleucht so eini­ges, auf das man barfuß nicht drauf­tre­ten möchte …
Am Desert View am South Rim öffnet sich der Blick über den Volks­lieb­ling Nummer 1: Den Grand Canyon.
Tags­über liegt der bis zu 1800 m tiefe Canyon oft im milchi­gen Dunst — im schöns­ten Licht zeigt sich der South Rim bei Sonnenaufgang.
Auf andere Weise mindes­tens ebenso beein­dru­ckend wie in der Morgen­sonne präsen­tiert sich der Grand Canyon an einem der selte­nen Regentage.
Aus dem Westen zieht eine Sturm- und Regen­front auf. Wande­rer tun bei dieser Wetter­lage gut daran, die Schutz­hüt­ten aufzusuchen.
Der Desert View ist schon von weitem an seinem gemau­er­ten, Anfang der 1930er-Jahre erbau­ten Aussichts­turm zu erkennen.
Die Wand­ma­le­reien im Inne­ren stam­men unter ande­rem vom Hopi-Künst­ler Fred Kabotie.
Sie stel­len mytho­lo­gi­sche Szenen und Zere­mo­nien der Hopi dar. Der Grand Canyon war (und ist) nicht nur für die Hopi “heili­ges Land”. Über alle Konfes­sio­nen und kultu­rel­len Unter­schiede hinweg ist er für Ameri­ka­ner aller Rassen ein inof­fi­zi­el­les Weltwunder.
Für viele Ameri­ka­ner ist der Grand Canyon der Beweis für die über­wäl­ti­gende Größe und Groß­ar­tig­keit Ameri­kas. Ange­sichts der Dimen­sio­nen fühlen sich Betrach­ter tatsäch­lich recht klein und erfri­schend unwichtig.
Regen am Grad­view Point. 1857 prophe­zeite der Armee­leut­nant John Ives, er und seine Beglei­ter seien mit Sicher­heit die letz­ten Weißen gewe­sen, die sich in diese völlig wert­lose Gegend vorwagten.
Tatsäch­lich blieb der Grand Canyon lange unbe­kannt. Auch zwei wissen­schaft­li­che Expe­di­tio­nen konn­ten daran nichts ändern. Erst als 1871 Gold­staub gefun­den wurde, fielen Scha­ren von Prospek­to­ren mit Hacken und Schau­feln über die bislang unbe­rührte Natur­land­schaft her.
Der Berg­bau war nicht sehr ergie­big. Als weit lukra­ti­ver erwies sich das Geschäft mit Urlau­bern: 1893 bot Pete Berry als einer der ersten einfa­che Unter­künfte und Maul­tier­ritte auf den Canyon­grund an. 1897 eröff­nete er am Grand­view ein Hotel.
Eine 12-stün­dige Kutsch­fahrt brachte die ersten Touris­ten an den Grand Canyon. Ab 1901 konn­ten Besu­cher mit dem Zug bis an den Südrand fahren. Heute werden Tages­aus­flüg­ler komfor­ta­bler mit dem Cheep gebracht — oder luxu­riös mit dem Hubschrauber.
Trotz der vielen Besu­cher ist der Grand Canyon in weiten Teilen eine Wild­nis geblie­ben. Spätes­tens wenn die Tages­tou­ris­ten wieder weg sind, gehört das Gebiet den einhei­mi­schen Tieren: Truthahngeiern, …
… aber auch Maul­tier­hir­schen, Kojo­ten, Bighorns, wilden Trut­häh­nen, den allge­gen­wär­ti­gen Squir­rels und den nur selten zu sehen­den Berglöwen.
Die gewitz­ten Kolk­ra­ben haben sich Touris­ten und Müll­ton­nen längst als Nahrungs­res­source erschlossen.
Im Grand Canyon Village, dem touris­ti­schen Zentrum am South Rim, ist die Aussicht dieses Mal verschwun­den: Hefti­ger Regen und Nebel verber­gen den Blick auf den Grand Canyon.

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