Mit Vogel­scheu­chen gegen Wasser­knapp­heit: Scare­crow-Festi­val in Cambria

Cambria ist ein hübsches Klein­städt­chen an der kali­for­ni­schen Küste. Während des Vogel­scheu­chen-Festi­vals im Okto­ber hat der Ort ein paar Hundert “Einwoh­ner” mehr.

Cambria über­sieht man leicht: Der Ort liegt einige Kilo­me­ter von der Küste entfernt in den kali­for­ni­schen Hügeln und ist vom High­way 1 erst mal nicht zu sehen.

 

Das Zentrum ist klein und über­schau­bar, mit hübschen Wohn­häu­sern, …

 

… Knei­pen, Gale­rien und Anti­qui­tä­ten­lä­den.

 

Neben heimi­schen Weinen scheint heimi­sches Kunst­hand­werk ein wich­ti­ger Erwerbs­zweig.

 

In der Buch­hand­lung gibt es “Bücher und Bibeln” …

 

Cambria hat zudem die wohl hübscheste Auto-Wasch­an­lage, die wir auf unse­rer Reise gese­hen haben.

 

Im Okto­ber feiert Cambria das vergleichs­weise junge Scare­crow-Festi­val: Rund 30 Vogel­scheu­chen waren es im ersten Jahr (2009) — heute sind es fast 500.

 

Mit viel Fanta­sie und Detail­liebe gestal­ten die Künst­ler, Privat­leute und Gewer­be­trei­ben­den Figu­ren, die mit der euro­päi­schen Vorstel­lung von “Vogel­scheu­che” wenig zu tun haben und eher an mexi­ka­ni­sche Pina­tas erin­nern.

 

Oft verra­ten die Figu­ren etwas über ihren Schöp­fer (oder Spon­sor) oder die Produkte, die dieser anbie­tet.

 

Auch aktu­elle Themen, insbe­son­dere die massive Wasser­knapp­heit, werden aufge­grif­fen. Mehr oder weni­ger ernst­hafte Vorschläge zum Wasser­spa­ren …

 

… finden sich auffal­lend häufig.

 

Dahin­ter verber­gen sich die realen Sorgen, die die anhal­tende Dürre und die daraus resul­tie­rende Wasser­knapp­heit auslö­sen.

 

Neben alltäg­li­chen Szenen …

 

… und (mehr oder weni­ger) alltäg­li­chen Menschen …

 

… finden sich auch viele Anspie­lun­gen auf Figu­ren aus Lite­ra­tur …

 

… und Film. “Gandalf der Graue” von der Massey-John­son Family wurde 2014 in der Kate­go­rie Erwach­sene als Gesamt­sie­ger des Festi­vals gekürt.
Sieger in der Kate­go­rie “most whim­si­cal” (skur­rils­tes, schrul­ligs­tes, drol­ligs­tes) war “Camel­doodle”, gestal­tet von Phil Hauser und gespon­sert von Robins Restau­rant.

 

Der unsicht­bare Mann ging hinge­gen ohne Preis aus. Viel­leicht wurde er über­se­hen …

 

Diese drei warten verge­bens (worauf auch immer …)

 

Für sie hinge­gen hat das Warten auf den ersehn­ten Antrag ein Ende. Derma­ßen inspi­riert haben wir uns in Cambria verlobt. Es ging kaum anders … 😉

 

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