Schoel­nasts schöne Daten­bank: Täglich neues, nutz­loses Wissen

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Auf welche Seite fallen vergif­tete Amei­sen? Schoel­nasts Da­ten­bank des nutz­lo­sen Wissens liefert täglich ein über­flüs­si­ges Wis­sensschnipsel zum Schmunzeln.

Daten­ban­ken gibt es viele im Netz. Daten­ban­ken, deren höchs­ter Zweck die Zweck­frei­heit ist, gibt es hinge­gen nicht so viele. Und Da­ten­banken, die mit ihrer Nutz­lo­sig­keit wer­ben, die muss man fast schon mit der Lupe su­chen. Oder mit Google. Dann aller­dings lan­det man trotz (oder wegen, so eindeu­tig ist das nicht) 13.400 Such­er­geb­nissen über kurz oder lang bei Schoel­nast. Und das ist auch gut so, denn die Ansamm­lung schein­bar nutz­lo­ser Wis­sens­schnipsel ist nicht nur beein­dru­ckend groß, son­dern auch beein­dru­ckend vielseitig.

Wie man gegen Kroko­dile kämpft und warum Kokos­nüsse gefähr­li­cher sind

Hier erfah­ren inter­es­sierte Leser zum Beispiel, dass ihnen ein Kroko­dil niemals die Zunge heraus­stre­cken wird. Fres­sen – ja, das kann das Kroko­dil Sie mögli­cher­weise. Aber die Zunge heraus­stre­cken kann es nicht. Es wird auch niemals kriti­sie­ren, dass Sie einen roten Gürtel zu einem lila Hawaii­hemd und sonnen­gel­ben Shorts tragen – es ist nämlich farbenblind.

Ausge­spro­chen gute Manie­ren: Ein Kroko­dil wird Ihnen nie die Zunge herausstrecken.

Diese noble Höflich­keit macht Kroko­dile rich­tig sympa­thisch, auch wenn sie jedes Jahr etwa zwei­tau­send Menschen töten. (Anmer­kung: Natür­lich nicht, wenn Sie Schoel­nasts Tipp beach­ten und einem zuschnap­pen­den Kroko­dil beide Daumen in die Augen rammen, worauf es Sie sofort einge­schnappt loslas­sen wird.) Das sind übri­gens weni­ger, als durch herab­fal­lende Kokos­nüsse sterben.

Angeb­lich. Denn ob die Weis­hei­ten der Daten­bank immer so hundert Prozent rich­tig sind, lässt sich anzwei­feln. Nicht einmal Hubert Schöl­nast, der Betrei­ber, will dafür sei­ne Hand ins Feuer legen. Lieber bietet er Besu­chern der Website die Möglich­keit, Ein­trä­ge zu kommen­tie­ren und gege­be­nen­falls zu korrigieren.

Vorschläge für neue Einträge werden eben­falls ange­nom­men – und hübsch dosiert ver­öffentlicht. Unver­dros­sen stellt der Öster­rei­cher jeden Tag einen neuen, möglichst nutz­lo­sen Wissens­schnip­sel ins Netz. So wächst die Daten­bank stän­dig und liefert im­mer neue, ab­sur­de Erkenntnisse.

Nichts ist notwen­di­ger als das Über­flüs­sige – der Nutzen des Nutzlosen

Von wegen “putzig”! Dank schölnast.at weiß man: Walt Disney hatte Angst vor Mäusen …

Was man mit dem Ganzen nutz­lo­sen Wissen macht? Ange­ben zum Beispiel. Impo­nie­ren. Über­ra­schen. Verblüf­fen. Über­rum­peln. Amüsie­ren – sich und andere. Wie das geh­en soll? Ein Beispiel: Stel­len Sie sich vor, Sie sind auf einer Cock­tail­party. Einer lang­wei­li­gen Cock­tailparty, mit lauter lang­wei­li­gen Gästen. Da stehen Sie nun, in der linken Hand ein Glas Prosecco, in der rech­ten ein Canapé mit Frisch­käse und Olive, fest­ge­na­gelt zwischen einem lang­wei­li­gen, korpu­len­ten Küchen­ge­rä­te­händ­ler (alle ori­gi­nellen, witzi­gen, unter­halt­sa­men Küchen­ge­rä­te­händ­ler mögen bitte groß­zü­gig ein Auge zu­drü­cken …), seinem Frau­chen, einer Palme und einer dori­schen Säule aus Gips.

Der Küchen­ge­rä­te­händ­ler setzt zu einem Vortrag über die Vorteile seiner neu ins Pro­gramm aufge­nom­me­nen Multi­funk­ti­ons-Kohl­ra­bi­saft­presse aus garan­tiert rost­freiem Edel­stahl an, sein Frau­chen himmelt ihn mit pein­li­cher Kritik­lo­sig­keit an, die un­ver­schämt gesunde Palme verbrü­dert sich mit der archi­tek­to­nisch völlig über­flüs­si­gen dori­schen Säule, beide gemein­sam versper­ren Ihnen den Flucht­weg, und was machen Sie?

Gehen Sie mit unnüt­zem Wissen der Lange­weile an den Kragen

Genau: Sie lang­wei­len sich zu Tode, noch bevor ihr Gegen­über so rich­tig Fahrt auf­ge­nom­men hat. Es sei denn, Sie sind regel­mä­ßig Gast bei Schoel­nast. Denn dann zü­cken Sie die geis­tige Geheim­waffe und werfen bereits zu Beginn des Gesprächs im bei­läu­fi­gen Plau­der­ton einen Satz ein, der etwa so klingt: „Ist es nicht ausge­spro­chen er­hel­lend zu wissen, dass Thomas Edison Angst vor der Dunkel­heit hatte?“

… und Spider­man-Darstel­ler Tobey Maguire hat eine Spinnenphobie.

Oder Sie knab­bern mit spit­zen Zähnen an Ihrem Canapé, nippen an Ihrem Prosecco, fixie­ren Ihr Gegen­über mit eindring­li­chem Blick und sagen völlig zusam­men­hangs­los: „Seelö­wen lieben es, zum Zeit­ver­treib Meeres­le­guane am Schwanz zu ziehen.“ Oder: „Während schwe­rer Regen­fälle star­ren viele Trut­hähne mit offe­nem Schna­bel in den Himmel und ertrin­ken dabei.“ Oder: “Es ist verbo­ten, die Staats­grenze von Minne­sota mit einem leben­den Huhn auf dem Kopf zu über­que­ren.” Oder auch: “Japa­ner können Algen besser verdauen, und jeder zehnte Fran­zose nahm 2008 Psycho­phar­maka.” Glau­ben Sie es ruhig: Ruck­zuck wird das Gespräch eine uner­war­tete Wendung nehmen.

Funk­tio­niert nicht, meinen Sie? Probie­ren Sie es aus – Sie werden über­rascht sein, wie viele Menschen vom Nutz­lo­sen, Über­flüs­si­gen und Zweck­freien faszi­niert sind. Und wenn nicht, dann ist es auch nicht schlimm. Das betre­tene Schwei­gen, das Sie mit sol­chen Konverstations­beiträ­gen auslö­sen, gibt Ihnen eine gute Gele­gen­heit zu ver­schwin­den. Wohin? An den Compu­ter natür­lich, um auf Schoel­nasts Daten­bank des nutz­lo­sen Wissens nach­zu­le­sen, auch welche Seite denn nun die vergif­te­ten Amei­sen umfallen.

Wärms­tens ans Herz legen möch­ten wir an dieser Stelle auch Dr. Anko­witschs klei­nes Konver­sa­ti­ons-Lexi­kon. Das schlanke, elegante Büch­lein wartet nicht nur mit über­ra­schen­dem (nicht immer nutz­lo­sem) Wissen auf, sondern passt auch perfekt in die Hand­ta­sche. Drama­tur­gisch zur rech­ten Zeit gezückt gibt es hahne­bü­che­nen oder zusam­men­hangs­lo­sen Behaup­tun­gen ein zusätz­li­ches Gewicht und lässt auch eine Spon­tan­auf­zäh­lung inter­na­tio­na­ler Schlumpf­na­men zu, die man sich ohne schrift­li­che Gedächt­nis­stütze kaum merken könnte.

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