Sonnen­blu­men: Zeiger­pflanze und Götter­blume

Sonnen­blu­men haben ihren Namen aus der grie­chi­schen Mytho­lo­gie, obwohl es sie damals in Grie­chen­land nicht gab. Sie wach­sen im golde­nen Winkel und wissen, wo Osten ist.                     Tipp: Sonnen­blu­men gibt es in verschie­de­nen Farben und Züch­tun­gen. Riesen-Sonnen­blu­men werden bis zu vier Meter hoch. Zwerg­son­nen­blu­men im Minipflanz­set brau­chen…

Schwar­zer Holun­der: Wunder­hei­ler, Schutz­baum, Hüter der Unter­welt

Warum der Schwarze Holun­der Ohren bekommt, was es mit der Herrgotts­apo­theke auf sich hat und wie man dem Strauch seine Er­kältung auschwatzt. Der Schwarze Holun­der galt jahr­hun­der­te­lang als eine der viel­sei­tigs­ten Heil­pflan­zen über­haupt. Egal ob Blatt oder Blüte, Borke oder Beere – jeder Teil des Baums wurde zur Hei­lung ir­gend­ei­ner Krank­heit heran­ge­zo­gen. Ma­genverstim­mungen und Husten… 

Photosyn­these: Wie funk­tioniert sie und was ge­schieht im Blatt?

Bäume binden CO2 und liefern Sauer­stoff. Klingt einfach, ist aber komplex. Ein Besuch im Wald­la­bor liefert Einbli­cke in den Vorgang der Photo­syn­these. Wie funk­tio­niert eigent­lich die Photo­syn­these? Die Frage ist an Prof. Dr. Rainer Matys­sek von der TU München gerich­tet, und er wählt einen unge­wöhn­li­chen Weg, um sie zu beant­wor­ten: nach oben. Hinauf in die… 

Magi­sche Pflan­zen: Toll­kir­sche, Stech­apfel und Bil­sen­kraut

Toll­kir­sche, Bilsen­kraut und Stech­ap­fel gehö­ren zu den „Hexen­pflan­zen“. Die star­ken und hoch­gifti­gen Hallu­zi­noge wur­den zeit­weise dem Bier zuge­setzt. Eine Salbe aus geheim­nis­vol­len Inhalts­stof­fen, ein Trank aus obsku­ren Ingre­di­en­zen oder ein Sud mysti­scher Kräu­ter sollte Hexen unsicht­bar machen oder zum Flie­gen be­fähi­gen. Stech­ap­fel, Bilsen­kraut und Toll­kirsche waren — einzeln oder in Kombi­na­tion — unver­zicht­ba­rer Bestand­teil dieser… 

Magi­sche Pflan­zen: Die Alraune — halb Mensch, halb Pflanze

Alrau­nen wach­sen nur unter Galgen. Sie stoßen tödli­che Schreie aus und haben mensch­­­li­che Formen. In Wahr­heit ist die mysti­sche Gift­pflan­ze höchst un­scheinbar. Sie ist die „Hexen­pflanze“ schlecht­hin: Um die Alraune ranken sich aller­lei Legen­den. Sie kam vermut­lich erst im Spät­mit­tel­al­ter aus Südost­eu­ro­pa nach Deutsch­land und avan­cierte in kür­zes­ter Zeit zur magischs­ten Pflanze schlecht­hin. Halb Mensch,… 

Kräu­ter­weihe an Mariä Himmel­fahrt: Typi­sche Pflan­zen des Strau­ßes

Früher war genau bestimmt, welche Kräu­ter am 15. August geweiht wurden. Einige Klas­si­ker soll­ten auch heute in keinem Kräu­ter­strauß fehlen. Der christ­lich-katho­li­sche Brauch der Kräuter­wei­he (auch “Kräu­ter­seg­nung”) hat seine Wur­zeln im heid­ni­schen Brauch des Schutz­kräu­ter­sam­melns. Bis zu 99 Kräu­ter kamen in die Sträu­ße, die an Mariä Himmel­fahrt geseg­net wur­den und gegen Blitz­schlag, Krank­heit und Un­glück…

Königs­kerze: Schutz­pflanze, Husten­mit­tel, Lampen­docht

Die sagen­um­wo­bene Königs­kerze leuch­tet Majes­tä­ten heim, schützt vor Alb­träu­men und schwar­zer Magie, betäubt Fische und heilt ein trau­rig’ Herz. Einst pilgerte ein engli­scher König mit seinem Sohn nach Rom. Bei der Besich­ti­gung der hei­li­gen Stadt leitete ein arglis­ti­ger Führer die bei­den immer tiefer in die unter­ir­di­schen Kata­kom­­ben. Als sie sich voll­ends verlau­fen hat­ten, be­raubte der Führer… 

Essbare Blüten: Hübsche Deko­ra­tion zum Mites­sen

Essbare Blüten sind lecker und hübsch anzu­se­hen. Mit diesen Pflan­zen geben Sie Ihren Spei­sen eine beson­ders „blumige“ Note. Blüten zu essen ist nicht neu. Schon Homer berich­tete über die Verwen­dung von Blüten in der Küche, und auch die Römer verwen­de­ten Blüten nicht nur zur Deko­ra­tion, sondern auch zum Würzen ihrer Spei­sen und zum Aro­ma­tisieren von… 

Buchs­baum: Zier­­strauch, Göt­ter­­baum und Mord­­ins­tru­ment

Seit dem Mittel­al­ter wird Buchs­baum als Zier­strauch in Form geschnit­ten. Der im­mer­grüne Busch steht für ewiges Leben und raschen Tod. Amors Liebes­pfeile waren giftig. Der Liebes­gott schnitt sie aus dem Buchs­baum – jenem immer­grü­nen Busch, der glei­cher­ma­ßen für den Tod und für das ewige Leben steht. Der Tod verbirgt sich unter der Rinde des Buchs­baums:…

Blutro­tes Lie­bes­ora­kel: Warum heißt der Klatsch­­mohn Klatsch­mohn?

Er liebt mich, er liebt mich nicht … oder viel­leicht doch? Müh­sa­mes Gänse­blüm­chen­zupfen ist über­flüssig. Wer den Klatsch­mohn klatscht, weiß es schnel­ler. Feuer­rot leuch­tet der Klatsch­mohn an Weg- und Feld­rän­dern, und läutet als Zeiger­pflanze des phäno­lo­gi­schen Kalen­ders den Sommer ein. Als typi­sches Acker­wild­kraut und Beglei­ter des Korns drang der Klatsch­mohn – vermut­lich von Nord­afrika oder…