Moderne Gar­ten­zwer­ge: Provo­kation im Zwer­gen­format

Der Garten­zwerg gilt als „typisch deutsch“. Mit provo­kan­ten und las­ziven Model­len er­obert der Vorgarten­spießer eine neue Ziel­gruppe: die Garten­zwerg­hasser. Oskar liegt tot neben der Vogel­tränke. Sein Rücken ist blutig, zwischen seinen Schulter­blättern steckt ein großes Messer. Trotz­dem lächelt er tapfer. Garten­zwerge sind Kummer gewohnt, seit den Neun­zi­gern mehr als je zuvor. Da nämlich entdeck­ten Zwergen­her­steller…

Schmet­ter­linge — Symbol der Aufer­ste­hung

Weil sich Schmet­ter­linge verpup­pen und wochen­lang in schein­bar leblo­sem Zustand verbrin­gen, bevor sie in völlig ande­rer Form wieder erschei­nen, gelten sie als Symbol der Wieder­ge­burt und Aufer­ste­hung.       Tipp: Wer Schmet­ter­linge im Garten möchte, braucht Blüh­pflan­zen. Sommer­flie­der-Büsche sind ein belieb­ter Schmet­ter­lings­treff­punkt. Wer weni­ger Platz hat, kann Schmet­ter­lin­gen auch mit einem Stück Blumen­wiese helfen… 

Wenn Spin­nen spin­nen: Acht­bei­ner unter Drogen­ein­fluss

Verab­reicht man Spin­nen chemi­sche Substan­zen, verän­dern sich ihre Netze. Psy­chiater woll­ten so der Schi­zo­phre­nie auf die Spur kommen. Etwa fünf­und­vier­zig Minu­ten braucht eine Kreuz­­spinne, um ihr symme­tri­sches Radnetz zu we­ben. Vor­aus­gesetzt, sie ist bei klarem Ver­stand. Steht eine Spinne aller­dings unter dem Ein­fluss be­wusst­seinsverändernder Dro­gen, dann beginnt sie zu spin­nen – und wie. LSD, Mari­huana, Morphium:… 

Wein­berg­schne­cken: Die Entde­ckung der Lang­sam­keit

Wein­berg­schne­cken haben 40.000 Zähne, krie­chen unbe­scha­det über Rasier­klin­gen, verschie­ßen einen Liebes­pfeil und kön­nen ihr Haus repa­rie­ren. „Die kommt gleich raus“, beteu­ert Schnecken­züch­te­rin Rita Goller und weist auf ein großes Wein­berg­schne­cken­haus, in dem sich eine of­fen­bar recht schüch­terne Schne­cke verbirgt. Die Schne­cke lässt sich nicht hetzen. Erst nach ge­raumer Zeit bewegt sich die Vor­der­seite des Schne­cken­hau­ses…

Wachol­der­dros­seln: Der Kram­met­vo­gel weiß sich zu ver­tei­digen

Wachol­der­dros­seln brüten gerne in Kolo­nien, haben einen „un­be­deu­ten­den Gesang“ und beschei­ßen Nest­räu­ber. Die Wachol­der­dros­sel (Turdus pila­ris) oder der Kram­met­vo­gel (Kram­met = Wachol­der) ist ein typi­scher Brut­vo­gel der Taiga­land­schaf­ten und ursprüng­lich in Asien und Nord­eu­ropa heimisch. Seit dem 19. Jahr­hun­dert hat sie ihr Brut­ge­biet in den Westen ausge­dehnt. War die Wachol­der­dros­sel bei uns früher nur ein… 

Spin­nen: raffi­nierte Jäge­rin­nen mit Stol­per­schnur und Netz

Nicht jede Spinne spinnt ein Netz. Manche Arten setzen auf Fall­tü­ren, andere jagen unter Wasser oder verwen­den Kescher. Spin­nen­seide ist dehn­ba­rer als Gummi und fester als Stahl. Als Bioma­te­rial der Zukunft soll Spin­nen­seide Nerven­zel­len erset­zen und als leich­tes, reiß­fes­tes Mate­rial in der Raum­fahrt­tech­no­lo­gie Anwen­dung finden. Die synthe­ti­sche Herstel­lung ist schwie­rig — Spin­nen erschaf­fen das “Wunder­ma­te­rial”…

Rotmi­lan: Geschick­ter Jäger und wendi­ger Flie­ger

Der Rote Milan ist einer der elegan­tes­ten Greif­vö­gel Mit­tel­eu­ro­pas. Mehr als sech­zig Prozent der welt­wei­ten Popu­la­tion le­ben in Deutsch­land. Wenn der Rotmi­lan über den Feldern kreist, bie­tet er einen erha­be­nen Anblick. Mit einer Flü­gel­spann­weite von bis zu einem Meter sieb­zig ist er deut­lich größer als der Mäuse­bus­sard (bis ein Meter drei­ßig) und etwa gleich groß… 

Poli­tisch ver­däch­tig: die be­wegte Ge­schichte des Garten­zwergs

Der Garten­zwerg gilt als „typisch deutsch“ und ist welt­weit be­liebt. Aus­gerech­net in Deutsch­land wurde der Zipfel­mützen­trä­ger mehr­mals ver­boten. Egal, wie hart die Zeiten auch sein mögen, Gar­tenzwerge sind immer gut gelaunt. Das ist doch sehr verdäch­tig, fanden die National­sozia­listen. Über­haupt war ihnen der lächeln­de Wicht aus­ge­sprochen suspekt. Seine selbst­genüg­same Klein­heit war unver­ein­bar mit dem Bild… 

Kleine Helfer: Hummeln sorgen für perfekte Erd­beeren

Hummeln sind wich­tige Bestäu­ber für Toma­ten, Erdbee­ren und „schwie­rige“ Blüten. Der Ein­satz von Zucht­hummeln in Gewächs­häu­sern ist nicht ganz unkri­tisch. In den letz­ten Jahren hat sich der Einsatz von Hummeln in der Land­wirt­schaft, insbe­son­dere in Gewächs­haus­kul­tu­ren, ausge­wei­tet. Hum­meln bestäu­ben nicht nur mehr Blüten als etwa Ho­nig­bienen (bis zur fünf­fa­chen Menge), sie tun das auch gleich­mä­ßi­ger…