Avila Beach und Morro Bay — Paradies für Pelikane, Seelöwen und Seeotter

Der High­way No. 1 an der Pazi­fik­küste gilt als eine der schöns­ten Stra­ßen der USA. Zwischen St. Barbara und Monte­rey finden Natur­lieb­ha­ber verschla­fene Örtchen mit Sand­strän­den und jeder Menge Tiere.

Über­ra­schungs­fund: Avila Beach ist ein hübscher, verschla­fe­ner und zugleich leben­di­ger Ort an der Pazi­fik­küste nörd­lich von Santa Barbara.
Der kleine Ort hat keine 1000 Einwoh­ner, aber ein großes Selbst­be­wusst­sein: “Avila Beach ist so schön, dass sogar die Sonne es bevor­zugt, hier ihren Tag zu begin­nen”, heißt es auf der Webseite.
Gemüt­li­che Knei­pen, ein wind­ge­schütz­ter Sand­strand und gleich mehrere Piers, die weit in den Pazi­fik hinaus­füh­ren: In Avila Beach lässt sich der Tag ohne Hektik verbrin­gen.
“Von 0 auf 60 in 15 Minu­ten” — dieser Camper hat sich der beschau­li­chen Stim­mung perfekt ange­passt …
Einge­bet­tet zwischen dem Pazi­fik und den kali­for­ni­schen Hügeln wirbt man in Avila Beach mit der Behaup­tung, es sei “der einzige Ort, den Sie je besu­chen werden, ohne Heim­weh zu bekom­men”. Hier der Blick vom Harford Pier auf die Bucht.
Der Harford Pier im Port San Luis Harbor wurde 1878 gebaut. Er ist 1.320 Fuß lang und einer der letz­ten Piers, die mit dem Auto befah­ren werden dürfen.
Der Pier wird von loka­len Fischern benutzt. Fang­fri­schen Fisch kann man im Olde Port Inn an der Spitze des Piers essen. Meer­blick inklu­sive.
Drive-In (bzw. Fly-In) für Peli­kane: Wenn die Fischer ihren Fang ausneh­men, warten die Peli­kane bereits auf ihren Anteil.
Wer fres­sen will, muss schnell sein. Peli­kane und Möwen zanken sich um die Fisch­ab­fälle.
Markan­tes­tes Merk­mal von Peli­ka­nen ist der Kehl­sack, den sie beim Fisch­fang wie einen Kescher benut­zen. Die Fische werden als ganzes geschluckt …
.. und können sich im Kehl­sack auch mal quer­stel­len.
Braun­pe­li­kane errei­chen eine Flügel­spann­weite von rund zwei Metern. Der Schna­bel kann bis zu 38 cm lang werden; der Kehl­sack fasst rund zehn Liter.
Futter­kon­kur­renz haben die Peli­kane nicht nur von den Möwen, sondern auch von den Seehun­den …
… und von Seelö­wen, die sich auch von Padd­lern nicht stören lassen.
Der beste Platz für einen Seelö­wen scheint immer da zu sein, wo bereits ein ande­rer Seelöwe liegt, oder dort …
… wo eigent­lich viel zu wenig Platz für einen Seelö­wen ist.
Kali­for­ni­sche Seelö­wen sind schlan­ker als ihre Verwand­ten — den Bullen fehlt zudem die typi­sche, namens­ge­bende Mähne. Wie alle Seelö­wen­ar­ten leben aber auch sie in Kolo­nien und drän­gen sich oft auf engem Raum.
Männ­chen werden bis zu 400 kg schwer und mehr als zwei Meter lang. Ihre Gebisse verlei­hen den Warnun­gen auf dem Pier, den Seelö­wen nicht zu nahe zu kommen, Nach­druck.
Wenige Meilen nörd­lich von Avila Beach liegt Morro Bay mit dem markan­ten, 177 m hohen Morro Rock. Der Fels ist vulka­ni­schen Ursprungs und Nist­platz für viele seltene Seevö­gel.
Seeot­ter in der Morro Bay. Anfang des 20. Jh. waren die Tiere wegen ihres Fells fast ausge­rot­tet; heute erho­len sich die Bestände allmäh­lich.
Seeot­ter leben ausschließ­lich im Wasser, vorzugs­weise in küsten­na­hen Tang­wäl­dern. Sie ernäh­ren sich haupt­säch­lich von Seeigeln, Muscheln un Schne­cken. Um die harten Scha­len zu knacken, verwen­den Seeot­ter Steine als Werk­zeug.
Dazu legen sich die Otter das Beute­tier auf die Brust und schla­gen es mit dem Stein auf (oder umge­kehrt). Damit gefan­gene Beute nicht flieht, oder Jung­tiere während der Tauch­gänge der Eltern nicht abge­trie­ben werden, benut­zen Seeot­ter den Seetang als Fesseln.
Auch an Land muss man mit aller­lei Begeg­nun­gen rech­nen …
Auf unse­rer Reise durch den Südwes­ten der USA hat uns dieser umfang­rei­che und über­sicht­li­che Reise­füh­rer mit sehr vielen nütz­li­chen Tipps sowie Routen­vor­schlä­gen gute Dienste geleis­tet. Es deckt ganz Kali­for­nien, den südli­chen Teil Neva­das (mit Las Vegas), den Süden Utahs und Colo­rado sowie der Westen von New Mexico und ganz Arizona ab.
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