
Manchmal wächst mir die Gartenarbeit über den Kopf. Im wahrsten Sinn des Wortes. Vor allem der Efeu an der Mauer zum Nachbarn ist vermutlich ein naher Verwandter von Audrey II, der menschenfressenden Pflanze aus „Little shop of horrors“. Ehrlich: Es kann nicht mit rechten Dingen zugehen, dass eine Pflanze ohne jedes Zutun so schnell und üppig wächst!
Mein erster Zweikampf mit dem überaus wehrhaften Grünzeug endete mit einem soliden Gleichstand zu meinen Gunsten: Der Efeu ist vier Köpfe kürzer, und meine Blessuren verheilen schneller, als er nachwachsen kann.
Gelernt habe ich aus dieser Episode mehrerlei. Erstens: „Ohne jedes Zutun“ ist eine schlechte Strategie im Garten. Zweitens: Die menschliche Überlegenheit über die Natur ist eine Illusion und besteht einzig und allein in der Wahl des richtigen Werkzeugs. Drittens: Die Laubsäge hat einen gänzlich irreführenden Namen.
Amboss oder Bypass? Welche Schere für welchen Zweck?
Hecken- oder Astscheren sind unerlässliche Helfer für den Rückschnitt von Sträuchern und Bäumen. Kleine Scheren für den „Ein-Hand-Betrieb“ eignen sich für den Schnitt von Ästen bis ca. 2,5 Zentimeter. Mit großen, zweihändig geführten Astscheren können Zweige mit einem Durchmesser bis zu fünf Zentimeter abgeschnitten werden. Für alles, was dicker ist, empfiehlt sich eine Säge.
Grundsätzlich gilt: Je länger die Griffe einer Astschere, desto größer die Hebelwirkung und desto geringer der Kraftaufwand beim Schneiden. Sehr lange Griffe machen die Schere aber auch schwerer und unhandlich. Teleskopgriffe sind eine gute Lösung, sofern sich diese mit wenigen Handgriffen sicher und stabil in der gewünschten Länge fixieren lassen.
Eine sehr gute und umfangreiche Auswahl an Gartenwerkzeugen und Gartengeräten haben wir bei Gärtner Pötschke* entdeckt. Der Gartenspezialist hat einen sehr guten Ruf in der Blumen-, Pflanzen- und Gartenwelt und gehört zu den ältesten Versandhändlern Deutschlands.Astscheren schneiden entweder nach dem Amboss- oder dem Bypass-Prinzip. Bei Bypass-Scheren gleitet die obere Klinge an der unteren vorbei – die Schnittfläche wird dadurch sauberer als bei Amboss-Scheren. Bypass-Scheren sind daher für den Rückschnitt von frischem, saftigem Holz meist besser geeignet, da die Triebe weniger verletzt werden. Der schlankere Schneidkopf von Bypass-Scheren erleichtert den Schnitt an schwer zugägnglichen Stellen.
Bei Amboss-Scheren liegt das Schnittgut auf dem stumpfen untere Teil (dem Amboss) auf. Das spart etwa zwanzig Prozent Kraft gegenüber der Bypass-Schneidetechnik, kann aber dazu führen, dass die Äste an der Schnittfläche gequetscht werden. Ambossscheren sind daher für den Rückschnitt von altem, trockenem Holz ideal geeignet. Generell gilt: Je schärfer die Klinge, desto weniger wird das Holz beim Rückschnitt gequetscht.







Die Felco-Gartenschere ist ein robuster Allrounder für den Schnitt von Reben, Rosen, Obstbäumen und anderen Gehölzen. Achten Sie beim Kauf auf die Größe — die Schere wird für große und kleine Hände angeboten.
Ich habe ziemlich kleine Hände – viele Einhand-Gartenscheren sind für mich nicht geeignet, weil ich sie mit meiner geringen Griffweite gar nicht komplett öffnen kann und dadurch viel Potenzial verschenke. Mein Mann hingegen schimpft über meine „Kinderscheren“, die in seiner Hand fast verschwinden.
Die Ratschengartenschere von Gartenpaul ist vor allem für kleine und weniger kräftige Hände hervorragend geeignet, da die Griffleisten schmal gefertigt sind und das Ratschensystem ein kräftesparendes und ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht. Mit 186 Gramm ist die Schere außerdem ein Leichtgewicht. Trotz der Leichtbauweise ist sie ausgesprochen stabil und langlebig. Einzelne Komponenten können bei Bedarf ausgetauscht werden.
Die Amboss-Astschere von Wolf verfügt über eine spezielle Schneidkopftechnologie, bei der die Kraftübertragung bis zu vier mal so hoch sein soll wie bei herkömmlichen Scheren. Das ermöglicht ermüdungsfreies und kräftesparendes Arbeiten.
Wenn alle größeren Äste entfernt sind, geht es an den Fein- und Formschnitt von Hecken, Büschen oder kleinen Sträuchern. Dazu eignen sich Heckenscheren mit langer Klinge – statt gezielt einzelne Äste zu kappen, werden großflächig kleinere Zweige abgeschnitten, um glatte Außenflächen am Buschwerk zu erreichen.
Volle Schneidleistung bei gleichzeitig 40 % Kraftersparnis – WOLF-Garten macht es möglich mit dieser Heckenschere mit integrierter Hebelübersetzung. Darüber hinaus sorgen der integrierte Astabschneider, die ergonomischen Griffe aus FSC®-zertifiziertem Holz, stoßdämpfende Anschlagpuffer und geschwungene, doppelt geschliffene und antihaftbeschichtete Klingen für eine hervorragende Funktionsweise und einen nahezu mühelosen Formschnitt Ihrer Hecken. Die Messervorspannung ist individuell einstellbar.
Die Teleskop-Schere von Gardena arbeitet nach dem Bypass-Prinzip. Die präzisionsgeschliffenen, antihaftbeschichteten Klingen sind gebogen und halten dadurch das Schnittgut an der richtigen Stelle. Sie schneiden präzise und schonend. Das macht die Schere ideal für den Schnitt von frischem Holz und empfindlichen Trieben mit einem Durchmesser bis zu 42 mm.
Manchmal sind Äste vom Boden aus nicht zu erreichen, und das Aufstellen einer Leiter ist nicht gefahrlos möglich. Dann sind Teleskopscheren mit sehr langem Stiel gefragt. Die Gardena „Star-Cut“ Teleskop-Astschere hat einen robusten und leichten Aluminiumstiel, der stufenlos von 230 cm auf 410 cm ausgezogen werden kann. Damit ist eine Gesamtreichweite von ca. 6,5 Metern möglich.
Keine Lust auf Handarbeit? Die elektrische Heckenschere von Black & Decker ist mit einem robusten Motor ausgestattet. Mit einer Sägeblattlänge von 45 cm schneiden Sie auch größere Hecken in kurzer Zeit. Elektrische Heckenscheren sind ideal für den Rückschnitt der neuen Jahrestriebe – durch den kräftigen Motor schafft die Black & Decker aber auch dickere und harte Äste bis zu einem Durchmesser von 18 mm.
Die kabelgebundene Universal Hedgecut 50 eignet sich perfekt zum Trimmen mittelgroßer Hecken. Der energiesparende 480-W-Motor ist in einem geräuschdämpfenden Gehäuse untergebracht. Die laserstrahlgeschnittenen 50-cm-Messer mit Diamantschliff und 26 mm Zahnabstand schneiden mühelos bis zu zwei cm dicke Äste. Diese Heckenschere von Bosch hat einen durchsichtigen Handschutz für freie Sicht auf den Schnittbereich. Sie eignet sich perfekt zum Trimmen von Koniferen, Liguster/Buchsbaum, Weißdorn und Schneeballhecken. Leistung: 480 W. Schnittlänge: 50 cm. Messerabstand: 26 mm. Gewicht: 3,5 kg
Die PowerGear II Bypass-Getriebeastschere eignet sich optimal zum Schneiden von frischen, jungen Trieben, Ästen und Zweigen. Der patentierte Getriebemechanismus ermöglicht Ihnen eine 3-fach höhere Schneidleistung mit geringem Kraftaufwand. Schnittleistung: 70 mm.
Die TABOR TOOLS B212 Teleskop-Heckenschere ist ein ideales Werkzeug beim Beschneiden und Stutzen von Hecken und Büschen. Sie zeichnet sich durch ihre Länge variabel verstellbaren Griffe aus, die sich von 64 cm auf 84 cm ausziehen lassen. Dadurch wird die Arbeit an besonders hohen Büschen und Hecken erleichtert – eine Leiter ist in den meisten Fällen nicht mehr notwendig. Die Klingen der Teleskop-Heckenschere bestehen aus gehärtetem Qualitätsstahl, die obere Klinge verfügt Antihaftbeschichtung. Dadurch sind die Schneiden besonders scharf und ermöglichen präzise Schnitte mit saubereren Schnittstellen. Nur so kann die Hecke, ohne Schaden zu nehmen, gesund wachsen.
Die Heckenschere eignet sich ideal für Form- und Rückschnitt von Hecken, Büschen und kleinen Sträuchern. Dank des patentierten Getriebemechanismus mit 3-fach höherer Schneidleistung erreicht sie präzise Schnitte mit lediglich geringem Kraftaufwand. Gleichzeitig ermöglichen die robusten Hebelarme aus FiberComp-Material ein müheloses Über-Kopf-Arbeiten. Die beschichtete Klinge für reibungslose und saubere Schnitte sowie der komfortable Griff gewährleisten ein effizientes Arbeiten.