Schatz, da liegt eine Klapperschlange! — Wandern im Waterholes Canyon

Wasser und Wind schu­fen die wellen­för­mi­gen Gesteins­for­men der Slot Canyons. Doch erst das Licht macht sie zum Natur­spek­ta­kel. Der Water­ho­les Canyon steht dem berühm­ten Ante­l­ope Canyon kaum nach.
Die Slot Canyons in der Umge­bung von Page sind welt­be­rühmt und ein belieb­tes Foto­mo­tiv.
Die Canyons sind auf Navajo-Terri­to­rium. Der berühmte Ante­l­ope-Canyon ist nur mit Führung zu besich­ti­gen. Trotz des statt­li­chen Eintritts von über 30 $ drän­gen sich dort in der Hoch­sai­son die Touris­ten.
Wer es lieber ruhi­ger mag, kommt im Water­ho­les Canyon auf seine Kosten. Der Einstieg befin­det sich am High­way 89, der den Canyon etwa 8 km südlich von Page über­quert.
Hier kann man auch parken — sofern man sich vorher am Visi­tor Center ein Permit für den Besuch des Reser­vatsge­län­des und des Canyons geholt hat. Wer ohne Permit erwischt wird, muss mit straf­recht­li­chen Konse­quen­zen rech­nen.
Nur der Abschnitt östlich (fluss­auf­wärts) der Brücke darf besucht werden. Der Einstieg in den Canyon ist nicht weiter markiert — hier müssen Besu­cher sich selbst den besten Weg nach unten suchen.
Einmal unten ange­kom­men, ist der erste, noch wenig spek­ta­ku­läre Teil des Canyons einfach zu bege­hen.
Im weite­ren Verlauf wird Water­ho­les Canyon immer schma­ler. Je nach Sonnen­stand präsen­tiert sich der Sand­stein in Rottö­nen …
… in Gelb- und Violett­far­ben.
Die Sand­ste­in­for­ma­tio­nen des Water­ho­les Canyon sind das August-Motiv unse­res jähr­lich aktua­li­sier­ten Kalen­ders “Amerika — der wild geblie­bene Westen”.
Wind und Wasser schu­fen die wellen­för­mi­gen Sand­ste­in­for­ma­tio­nen.
Nur zur Mittags­zeit fällt Sonnen­licht in die schma­len Canyons und schafft eine Zauber­land­schaft.
Spätes­tens, wenn sich dich Füße nicht mehr ohne weite­res neben­ein­an­der auf den Boden setzen lassen, wird klar, warum die Schluch­ten “Narrows” heißen.
Schon bald wartet Water­ho­les Canyon mit Engstel­len auf, die leichte Klet­te­rei erfor­dern. Nach Regen­fäl­len können hier auch schwer (oder gar nicht) passier­bare Wasser­lö­cher sein.
Schluss mit einfa­cher Wande­rung: Ein senk­rech­ter Sand­stein­ab­bruch versperrt den Weg. Die Leiter wirkt nur auf den ersten Blick wie eine gute Idee.
Bei nähe­rer Inspek­tion der frei auf einem Haken balan­cie­ren­den Leiter und beim Gedan­ken daran, die schwan­kende Konstruk­tion am Rück­weg abwärts zu bewäl­ti­gen, verzich­ten wir auf eine weitere Besich­ti­gung und drehen um.
Water­ho­les Canyon gilt noch immer als Geheim­tipp: Auf dem zwei­stün­di­gen Besuch begeg­net uns niemand. In das kleine Natur­pa­ra­dies passt ein Apfel ganz hervor­ra­gend.
Immer­hin ist die Schlange auch schon da. Der Satz “Schatz, da liegt eine Klap­per­schlange”, erweist sich als puls­he­bend und bewe­gungs­hem­mend.
Massas­auga Klap­per­schlan­gen (Sistru­sus catena­tus) werden 50 bis max. 100 cm lang (gefühlt sind sie größer!). Sie sind giftig — ihr Biss ist schmerz­haft aber in der Regel nicht tödlich. Zwei Drit­tel der Bisse passie­ren beim Versuch, die Schlange zu fangen oder zu töten. Knöchel­hohe Wander­schuhe, aufpas­sen, wo man hintritt, und sich lang­sam entfer­nen, sind der beste Schutz gegen Bisse.
Auch die weni­gen Pflan­zen auf dem Grund des Water­ho­les Canyon neigen zu Giftig­keit: Hier ein Stech­ap­fel, dessen Früchte ein star­kes Nerven­gift enthal­ten.
Der Slot Canyon begeis­tert nicht nur in seiner Ganz­heit, sondern auch in den feinen Struk­tu­ren …
… und klei­nen Details.
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